TPS-System

In einem sogenannten TPS System ( Tracking Paint Supply) wird in die für Sonderfarben vorgesehene Leitung nur die Lackmenge eingefüllt (mit einer gewissen Reserve), die an den zu versorgenden Abnahmestellen benötigt wird. Nach der Befüllung mit dieser Menge wird ein Molch hinter dieser Lackmenge hergeschickt. Er wird vorzugsweise mit Druckluft beaufschlagt und schiebt die Lackmenge auch über längere Strecken zu den Abnahmestellen.

Bei Bedarf kann die Sonderlackleitung mit speziellen Ventilen segmentiert werden, um in Reihe angeordnete Abnahmestellen nacheinander anzufahren. Auf diese Weise folgt der in der Sonderlackleitung vorgeschobene Lack dem zu lackierenden Werkstück in der Lackierlinie (Tracking). Nachdem das Werkstück an der letzten Abnahmestelle fertig lackiert worden ist, ist die Lackmenge in der TPS-Leitung bis auf einen minimalen Rest verbraucht.

Dieser kann, je nach Menge oder Verwertbarkeit, entweder in den Vorratsbehälter zurückgeführt oder entsorgt werden. Anschließend wird die Leitung gespült.
Ein TPS-System ist dann zweckmäßig, wenn die zu befüllende Leitung relativ lang ist und ihr Volumen viel größer ist als die zur Verfügung stehende Lackmenge.

Auf diese Weise können einzelne Werkstücke mit einem Sonderfarbton (auch z.B. einem nicht wiederkehrenden sogenannten Krawattenfarbton) in einer langen Lackierlinie mit vielen Abnahmestellen effektiv mit einer nur geringen einzufüllenden Lackmenge wirtschaftlich lackiert werden.